Wieder kein Angebot zur TRöD: Wir starten zu bundesweiten Warnstreiks!

In der zweiten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen am 12. und 13. März 2018 in Potsdam haben die Arbeitgeber immer noch kein Angebot vorgelegt! Unsere Antwort darauf kommt jetzt aus den Betrieben und lautet: bundesweite Warnstreiks!

Wie weit voneinander entfernt sind eigentlich die Vorstellungen der Arbeitgeber von unseren Forderungen nach Runde 2?

Um es kurz zu machen:

  • Mehr Geld? Ihr habt eh schon zu viel.
  • Urlaub? Von was wollt ihr euch denn erholen?
  • Urlaub UND Geld? Vergesst es!
  • Übernahme? Kann man so weitermachen!
  • Lernmittelzuschuss? Was wollt ihr? Es sind doch Bücher da. Den Rest findet man im Internet.
  • Nahverkehrsticket? Schwierig, weil teuer.

Besonders spannend ist die Forderung nach der Tarifierung der bisher nicht geregelten Ausbildungsberufe. Betroffen sind neben den Erzieherberufen in praxisintegrierter Ausbildung vor allem Berufe aus dem Gesundheitsbereich. Hier gilt der Grundsatz, dass die
Ausbildung durch die Krankenkassen vollständig refinanziert wird. Das hat auch jüngst das Bundesgesundheitsministerium gegenüber ver.di bestätigt.

Die Arbeitgeber signalisierten ihre Bereitschaft, die betrieblich-schulischen Gesundheitsberufe zu tarifieren, wenn die Refinanzierung eindeutig geklärt ist. Beim Fußball wäre das ein klares Zeitspiel und hätte ein johlendes Pfeifkonzert zur Folge!

Und auch wir werden den Arbeitgebern zeigen, wie wir das finden!

Jetzt kommt ihr ins Spiel: Lasst uns alle zusammenhelfen und den Arbeitgebern ein richtiges Brett geben: Holt alle Kolleginnen und Kollegen ins Boot und beteiligt euch gemeinsam an den kommenden Aktionen und Warnstreiks vor Ort!

Unsere Forderungen bleiben selbstredend unverändert:

  • 100 € mehr Ausbildungs- und Praktikantenvergütung;
  • unbefristete Übernahme in Vollzeit;
  • Ausbildungsbedingungen der bisher nicht tariflich geregelten Ausbildungs- und Praktikumsverhältnisse sollen tarifiert werden!

Auch an unseren Erwartungen wird sich nichts ändern:

  • 30 Tage Urlaub für alle Auszubildende (unter Beibehaltung des Zusatzurlaubs in der Pflege);
  • Ein Lernmittelzuschuss von 50 Euro pro Jahr auch für die Auszubildenden in der Pflege;
  • Verhandlungen über ein kostenloses Nahverkehrsticket;
  • Die vollständige Erstattung der Kosten für die Fahrten zur auswärtigen Berufsschule!

„Urlaub ODER Kohle?- Ist wie Villa ODER Pool!“, sagen auch Sarah und Andi, die für die ver.di Jugend in der Verhandlungskommission sitzen. „Das geht gar nicht! Außerdem gibt es Azubis die bisher keine Vergütung bekommen – Wir sagen: Schluss mit dieser Ausbildung zweiter Klasse! Kämpft gemeinsam mit uns für die Tarifierung aller bisher unbezahlten  Ausbildungsberufe!“

Mehr Infos zur gestrigen Verhandlungsrunde findet ihr auch auf unserer bundesweiten Themenseite zur TRöD.

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