Runde 1 ohne Ergebnis: ÖD startet Warnstreiks!

Zum Auftakt der TRöD 2018 stellen wir gleich mal klar: Wir sind es wert! (Fotos: Kay Herschelmann, Dirk Lässig)

 

Die erste Verhandlungsrunde der TRöD 2018 für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen wurde am heutigen Montag, den 26. Februar 2018, ergebnislos beendet.

„Wir wollen kräftige Lohnerhöhungen durchsetzen: Die Wirtschaft spricht von „goldenen Zeiten“ und die öffentlichen Kassen erleben sprudelnde Steuereinnahmen. Daran müssen auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer teilhaben, und nicht nur die Aktionäre“, forderte Frank Bsirske, Vorsitzender der ver.di.

Kurz: Wir fordern den #Tarifdeluxe!

Damit wir den durchsetzen, brauchen wir vor allem EUCH! Lasst uns gemeinsam dafür kämpfen!

Notfalls auch mit Warnstreiks: Unsere Friedenspflicht endet bereits übermorgen, am 28. Februar 2018!

Der ver.di-Verhandlungsführer wies darauf hin, dass sich die Tarifparteien in der ersten Runde ausgetauscht, aber nicht angenähert hätten.

„Bund und Kommunen profitieren stark vom Konjunkturboom, es ist also reichlich Geld vorhanden, um die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes angemessen für ihre gute Arbeit zu bezahlen“, so Bsirske.

Wie die Arbeitgeber auf unsere Forderungen reagierten:

  • 100 Euro mehr Ausbildungsvergütung und Praktikantenentgelt pro Monat? – „Die Auszubildenden verdienen schon genug!“
  • Rückkehr zur Übernahme nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung? – „Darüber lässt sich reden.“
  • Lernmittelzuschuss von 50 Euro pro Jahr auch für die Auszubildenden in der Pflege? – „Auch darüber lässt sich reden.“
  • 30 Tage Urlaub für alle Auszubildenden (unter Beibehaltung des Zusatzurlaubs in der Pflege)? – „Die sollen in der Ausbildung lernen, anstatt sich 30 Tage Urlaub zu gönnen!“

Entschuldigung?? Wir sagen: Gute Ausbildungsbedingungen und eine faire Vergütung sind nicht der pure Luxus!

Angesichts einer starken Konkurrenz um Fachkräfte müsse mehr getan werden für die Attraktivität des öffentlichen Dienstes, so Bsirske.

„Gute Arbeit muss gut entlohnt werden, wenn der öffentliche Dienst bei der Werbung um gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Wirtschaft mithalten will. Das wird nicht gelingen, wenn der öffentliche Dienst bei der Tariflohnentwicklung hinter andere Branchen zurückfällt.“

Für die übrigen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen wollen wir sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen.

Der Bund wird aufgefordert, das Verhandlungsergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die 344.000 Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten sowie 182.000 Versorgungsempfängerinnen und -empfänger zu übertragen.

Die nächsten Verhandlungstermine sind am Montag und Dienstag, 12. und 13. März 2018 sowie am Sonntag und Montag, 15. und 16. April 2018, jeweils in Potsdam.

Sarah und Andi aus der Verhandlungskommission für die ver.di Jugend (Fotos: Kay Herschelmann, Dirk Lässig)

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