Keine Bewegung bei der Post: Müssen wir erst streiken?!

Am gestrigen Dienstag, 20.02.2018, ging eine weitere Verhandlungsrunde mit der Deutschen Post AG zu Ende. Und zwar zum dritten Mal ohne Ergebnis! Wir drohen jetzt mit Warnstreiks. Weniger ist Wahnsinn.

Nachdem auch in Runde 3 für die rund 130.000 Tarifbeschäftigten bei der Post kein Durchbruch erzielt werden konnte, haben wir angekündigt, den Druck zu erhöhen.

„Die Tarifverträge sind Ende Januar ausgelaufen, wir erwarten jetzt eine deutliche Tariferhöhung“, stellte Andrea Kocsis nach dem Ende der Verhandlungen am Abend in Wiesbaden klar. Kocsis ist in der Tarifrunde mit der Post unsere Verhandlungsführerin und allgemein auch die stellvertretende Vorsitzende der ver.di.

„Die Post will in 2018 bisher noch nicht einmal eine lineare Erhöhung vereinbaren. In der nächsten Verhandlungsrunde muss ein Ergebnis her. Das werden unsere Mitglieder in den nächsten Tagen deutlich machen!“ Andrea Kocsis, ver.di-Verhandlungsführerin im Tarifkonflikt mit der Post.

Zu Ort und Zeitpunkt möglicher Warnstreikmaßnahmen äußerte sich Kocsis noch nicht.

Dass offenbar zuerst gestreikt werden muss, um Bewegung in die Tarifverhandlungen zu bringen, ist verwunderlich – uns aber eigentlich auch egal!

Wir fordern auf jeden Fall weiterhin einen #Tarifdeluxe, denn weniger ist Wahnsinn:

  • lineare Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und Einkommen um sechs Prozent;
  • zwölf Monate Laufzeit;
  • tarifvertragliche Wahlmöglichkeit, wonach Beschäftigte einen Teil der zu vereinbarenden Tariferhöhung in freie Zeit umwandeln können;
  • Ablösen des bisher einmal jährlich (nach Leistungsbeurteilung) gezahlten variablen Entgelts gegen einen festen monatlichen Betrag;
  • Fortschreiben der sogenannten Postzulage für die rund 32.000 Post-Beamtinnen und -Beamten (postspezifische Sonderzahlung für Bundesbeamte).

Die nächste Verhandlungsrunde ist am 26./27. Februar in Bonn. Achtet im Vorfeld auf unsere aktuellen Infos und macht euch bereit, gemeinsam mit uns den Druck zu erhöhen!

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