Beschlossene Sache: Tarifdeluxe im ÖD!

Der Beschluss der ver.di-Tarifkommission Öffentlicher Dienst war einstimmig. Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte von Bund und Kommunen sollen um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Außerdem soll die Regelung wieder in Kraft treten, dass Azubis nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung übernommen werden. Für die Beschäftigten sollen die Entgelte um 6,0 Prozent steigen, mindestens aber um 200 Euro im Monat.

Unsere Jugendmitglieder in der Bundestarifkommission öffentlicher Dienst haben sich für euch ins Zeug gelegt!

In der Tarifrunde 2018 Öffentlicher Dienst Bund und Kommunen fordern wir den Tarifdeluxe:

  • 100 Euro mehr für Auszubildende, Praktikantinnen und Praktikanten;
  • unbefristete Übernahme in Vollzeit aller Auszubildender;
  • Die Ausbildungsbedingungen der bisher nicht tariflich geregelten Ausbildungs- und Praktikumsverhältnisse sollen tarifiert werden. Dazu zählen schulisch-berufliche Ausbildungen (wie die zur medizinisch-technischen Assistenz) ebenso wie die praxisintegrierte Ausbildung für den Erzierherberuf. Der Trend zu dieser Ausbildungsform nimmt zu, auch wenn es sie bislang vornehmlich in Baden-Württemberg und einigen nordrhein-westfälischen Kommunen wie Köln gibt.
  • Kosten für die Fahrten zu auswärtigen Berufsschule sollen vollständig erstattet werden (Öffnungsklausel für ein kostenloses Nahverkehrsticket).

Außerdem erwarten wir: 

  • 30 Tage Urlaub für alle Auszubildenden (unter Beibehaltung des Zusatzurlaubs in der Pflege);
  • den Lernmittelzuschuss von 50 Euro pro Jahr auch für die Auszubildenden in der Pflege.

ver.di fordert außerdem, dass der Nachtarbeitszuschlag in Krankenhäusern auf 20 Prozent angehoben wird.

Alle Forderungen stellt ver.di gemeinsam mit dbb Beamtenbund und Tarifunion, der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Zudem sollen die Regelungen des Tarifvertrags zeit- und inhaltsgleich auf die 344.000 Beamt/innen, Richter/innen und Soldat/innen sowie 182.000 Versorgungsempfänger/innen übertragen werden.

Besonders großen Wert legt der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske auf die Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten. Die wirtschaftliche Lage sei gut wie lange nicht. Dagegen lägen die Tarifentgelte im öffentlichen Dienst bezogen auf die Tarifentwicklung seit dem Jahr 2000 um vier Prozentpunkte gegenüber anderen Branchen zurück.

„Diese Lücke gilt es zu verringern“, sagte Bsirske. Eine längere Laufzeit des Tarifvertrages könne nur diskutiert werden, wenn die Arbeitgeber zu „außergewöhnlichen Regelungen“ bereit seien.

„Die Wirtschaft brummt. Die Staatseinnahmen sprudeln. Seit Jahren haben wir es mit anhaltenden Steuermehreinnahmen zu tun. Daran sollten auch die Beschäftigten im öffentlichen Dienst teilhaben.“ Frank Bsirske, ver.di-Vorsitzener

Um die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst zu verbessern, hat sich die Bundestarifkommission für eine Erhöhung des Zusatzurlaubs für Beschäftigte im Schichtdienst ausgesprochen. In der Krankenpflege sollen im Schichtdienst Pausenzeiten zur Arbeitszeit zählen, außerdem geht es um einen Zuschlag in Höhe von 20 Prozent für Samstagsarbeit.

Die ersten drei Verhandlungstermine stehen:

  1. Runde: 26. Februar in Potsdam
  2. Runde: 12/13. März
  3. Runde: 15./16. April

Und jetzt? Druck machen, Leute!

Organisiert euch dafür bei uns und holt weitere Kolleginnen und Kollegen mit ins Boot!

ver.di-Mitglied könnt ihr natürlich auch online werden:

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