Forderungen für die Deutsche Post AG beschlossen

Poststreik 2016

Es ist beschlossen! Unsere Tarifkommission hat am Mittwoch den 10. Januar 2018 die Forderungen für die anstehende Tarifrunde bei der Deutschen Post AG festgelegt. Vorausgegangen waren wochenlange Diskussionen in den Betrieben und Niederlassungen unseres Konzerns.

Wir wollen für die 130.000 Tarifbeschäftigten und Auszubildenden der Deutschen Post AG eine lineare Erhöhung der Entgelte und Vergütungen von sechs Prozent – bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. „Die Deutsche Post AG steht wirtschaftlich blendend da. Jetzt ist es an der Zeit, diesen Erfolg mit den Beschäftigten zu teilen“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. Wir fordern zudem eine tarifvertragliche Wahlmöglichkeit, wonach der einzelne Beschäftigte einen Teil der zu vereinbarenden Entgelterhöhung in freie Zeit umwandeln kann.

Das bislang einmal jährlich aufgrund einer Leistungsbeurteilung gezahlte variable Entgelt für die Entgeltgruppen 1 bis 4 soll durch einen festen monatlichen Betrag abgelöst werden. Außerdem soll für die rund 32.000 Beamtinnen und Beamten des Unternehmens die so genannte Postzulage fortgeschrieben werden. Sie ist eine postspezifische Form der Sonderzulage für Bundesbeamte.

Der Beschlussfassung durch die Tarifkommission war in der Zeit vom 6. November bis 15. Dezember 2017 eine Befragung der ver.di-Mitglieder in den Betrieben der Deutschen Post AG vorausgegangen. An ihr hatten sich vor Ort bundesweit 36.920 Tarifbeschäftigte beteiligt. Dabei hat sich gezeigt, dass die Beschäftigten von der Tarifrunde sowohl eine deutliche Entgelterhöhung als auch zusätzliche freie Zeit erwarten. Die Ergebnisse der Befragung fanden Eingang in die Beschlussfassung der Tarifkommission.

Der Entgelttarifvertrag ist zum 31. Januar 2018 gekündigt. Die Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der Deutschen Post AG werden am 23. Januar 2018 aufgenommen. Weitere Verhandlungstermine sind für den 6./7. Februar 2018 und den 26./27. Februar 2018 vereinbart.

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